Finanz Handbuch
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Glossar

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A


ADR (American Depository Receipts)

ADR ist eine Abkürzung, die für American Depository Receipts steht. Es handelt sich um

Hinterlegungsscheine für Aktien, die anstelle dieser selbst an der Börse gehandelt werden.

ADRs von Aktien, die optisch sehr teuer erscheinen, sind besonders für Privatanleger interessant, da sie quasi als Anteile von Aktien anzusehen sind. Ist das Verhältnis ADR:Aktie beispielsweise 10:1, so lässt sich der faire Preis eines ADR einfach berechnen, indem der Kurs der Aktie durch 10 geteilt wird. Ein solcher Anteilschein ist optisch preiswerter als eine Aktie. Ein ADR kann sich auf nur Eine, auf Mehrere und auch lediglich auf einen Aktienbruchteil beziehen, wie z.B. das ADR der SAP-Aktie, das sich nur Auf einen 1/12 Teil dieses Wertpapiers bezieht.


AIM (Alternative Investment Markt)

Der Alternative Investment Markt wurde zum Zweck geschaffen, kleineren und wachsenden Gesellschaften den Zutritt zum Aktienmarkt mittels eines erleichterten Zulassungsprozedere zu erleichtern.

Die typische Marktkapitalisierung beträgt zwischen £ 2 - £50Mio., obwohl Gesellschaften auch mit weniger als £2 Mio. und solche mit mehr als $250 Mio. kotiert werden.


Abschreibung

Das Anlagevermögen wird je nach Land gemäss verschiedenen buchhalterischen Methoden abgeschrieben.

Absicherung

Absicherung (Hedging) einer Risikoposition mittels dem Kombinieren von kurz und/oder langen Positionen mit Wertschriften, Optionen oder Rohwaren wobei die eine Position das Risiko teilweise oder ganz eliminiert.

Adjustierbare Vorzugsaktien

Adjustierbare Vorzugsaktien sind eine Neuerfindung innerhalb der kombinierten Produkte. Die Höhe einer Vorzugsdividende ist von der Bandbreite der Bundesanleihen abhängig. Innerhalb dieser Produkte wird meistens eine untere Limite (Floor) und obere Limite (Caps) definiert.


Aktie ohne Stimmrecht

Gewisse Gesellschaften haben zwei Aktienkategorien, sogenannte A und B Aktien. Das Stimmrecht kann auf eine Aktienkategorie bestimmt werden, damit die Kontrolle der Gesellschaft durch eine Aktienkategorie kontrolliert wird.

Aktien

Unternehmen haben zwei verschiedene Möglichkeiten sich Mittel für Investitionen zu beschaffen. Sie können einen Kredit aufnehmen oder Aktien herausgeben.

Im der Unternehmensfinanzierung ordnet man die Aktien dem Eigenkapital und die Kredite dem Fremdkapital zu.

Das Eigenkapital (Aktien) unterscheidet sich fundamental vom Fremdkapital auf zwei Arten:

  1. Als Aktionär nimmt man am Geschäftserfolg als Besitzer teil und gibt keinen Kredit.
  2. Der Besitzer einer Obligation (als Kreditgeber) hat das Recht auf regelmässige Zinszahlungen und kann ausstehende Zinsen einfordern. Ein Aktionär hat kein Anrecht auf regelmässige Zahlungen, obwohl in vielen Fällen eine Dividende ausbezahlt wird.

Als Aktionär ist man Teilhaber und nicht Gläubiger.


Aktien Analytiker

Aktien Analytiker werden von Banken und unabhängigen Maklerfirmen angestellt um die Handelsaktivitäten zu unterstützen. Sie analysieren meistens klar definierte Sektoren z.B. Medien, Nahrungsmittel, Technologie etc.

Die Berichte der Analytiker werden von den Banken für ihre Handelsaktivitäten und für die Kunden der Banken oder Maklerfirmen gebraucht.

Aktien Kapital

Das Aktienkapital ist das Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Der Nennwert einer Aktie gibt an, mit welchem Anteil sich ein Aktionär mit dem Kauf einer Aktie am Grundkapital beteiligt hat. In Deutschland waren bis vor einigen Jahren Aktien mit einem Nennwert von DM 50,- die Regel. Seit einigen Jahren gewinnen Aktien mit einem Nennwert von DM 5,- immer mehr an Bedeutung, da sie nominal billiger sind und Aktienkäufe im variablen Handel bereits bei kleineren Investments möglich sind. Seit kurzem sind in Deutschland unter anderem Stückaktien zugelassen.


Aktien Warrant

Der Aktien Warrant verbrieft das Recht, aber nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge (gemäss dem Bezugsverhältnis) eines Basiswertes zu einem bestimmten Basispreis zu kaufen bzw. einen Barausgleich für dieses Recht zu erhalten. Der Käufer eines Calls erwartet, dass der Kurs des Basiswertes steigt. Tritt diese Marktentwicklung ein, steigt der Kurs des Optionsscheins i.d.R. bei Konstanz anderer Faktoren ebenfalls.

Durch den Verkauf einer Optionsanleihe erreicht ein Emittent einer Optionsanleihe (ein Wertpapier, dass sowohl ein festverzinsliches Wertpapier und einen Optionsschein beinhaltet) eine grössere Investorenbasis, nämlich die Obligationen- und Aktieninvestoren. Für den Emittenten ist die Emission einer Obligationsanleihe billiger als eine separate Obligation und eine Option zu emittieren.

Der Obligationeninhaber kann die Option separat verkaufen.

Die Obligation ist für Investoren interessant, welche vor allem Kapitalgewinne machen wollen. Die Obligation wird nun mit einem Abschlag auf den Preis gehandelt, weil der Zinsertrag relativ zu gewöhnlichen Obligationen sehr tief ist.

Der grosse Vorteil einer Optionsanleihe ex Option ist, dass das Instrument einen hohen Hebel hat. Der tiefe Preis der Optionsanleihe ex Option ist im Vergleich zum Kassamarkt vorteilhafter. Bei relativ kleinen Einsatz kann ein hoher Gewinn erreicht werden.


Aktienklassen

Unternehmen können verschiede Klassen von Aktien emittiere, wie z.B. Inhaber-, Vorzugs- und Namensaktien, sowie Genussscheine etc.

Die verknüpften Rechte innerhalb der verschiedenen Aktienklassen können unterschiedlich sein gemäss dem länderspezifischen.


Aktienmakler

Berufsbezeichnung für einen unabhängigen Makler, die an den Börsen Kundenaufträge gegen Entgelt (Kommission) durchführen. Der Makler sucht für den Kunden den vorteilhaftesten Preis, Gegenparteien und unterbereitet neue Anlageideen, welche oft durch ein eigenes Research Team erarbeitet wurden.

Aktienoption

Eine Option auf dem Basiswert einer Aktie, entweder an einer Börse gehandelt oder OTC (over the counter).

Ein Börsenplatz offeriert nur ausgewählte Optionen am lokalen Aktienmarkt. Der OTC Markt (der kundenangepasste Markt) kann eine Option auf allen Basiswerten herausgeben.

Jeder Aktienoption beinhaltet einen Block von Aktien, z.B. 100 Aktien pro Kontrakt. Die Option wird wie jede andere Option eines Finanzproduktes gehandelt. Wenn die Aktienoption ausgeübt wird, erhält der Besitzer den Basiswert Aktie ausser es handle sich um eine Indexoption. Indexoption werden finanziell abgerechnet.

Aktienrendite

Die Aktienrendite (Return of Equity, ROE) ist der am meisten gebrauchte Indikator, den finanziellen Erfolg einer Unternehmung für die Aktionäre, zu messen.

Die Aktienrendite wird berechnet indem man den Gewinn vor Steuern (Gewinn nach Zinskosten und Spezialdividenden aber vor Steuern) durch das Eigenkapital (durchschnittliches Eigenkapital + Reserven und zurückbehaltene Gewinne) teilt.

Dieser Indikator gleicht dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Anstatt den Gewinn durch die Anzahl der ausstehenden Aktien zu teilen, wird er durch das Aktienkapital geteilt.

Das Eigenkapital repräsentiert den Buchwert, welchen die Aktionäre der Gesellschaft besitzen (totales Vermögen minus Gesamtschulden).

Die Kennzahl zeigt auf, wie hoch die Rendite ist, welche mit dem zur Verfügung gestellten Kapital erreicht wurde.

Aktiensplit

Die Teilung (Splitting) einer Aktie in zwei oder mehrere Aktien soll die optische Attraktivität der jeweiligen Werte nach einem möglicherweise erheblichen Kursanstieg erhöhen. Aus "schweren" Aktien werden dann "leichte" Aktien gemacht. Da sich bei einem Split lediglich die Anzahl der Papiere verändert, wobei der eigentliche Wert, den diese Papiere insgesamt darstellen, gleich bleibt. Ein Aktiensplit tritt infolge der Ausgabe von sogenannten "Gratisaktien", in der Fachsprache auch korrekterweise Berichtigungsaktien genannt, ein.

Aktiensplits sind besonders in den USA an der Wall Street bzw. an der Technologiebörse NASDAQ üblich und führen oft dazu, dass die Marktkapitalisierung der Unternehmen im Laufe der Jahre deutlich steigt.


Aktikendividende

Die Dividende stellt den Gewinnanteil dar, der pro Aktie in Deutschland in der Regel einmal jährlich ausgeschüttet wird. Die Dividendenausschüttung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Dividende wird wie folgt berechnet: Gewinn der Aktiengesellschaft / Anzahl der Aktien.

Aktives Portfoliomanagement

Bei aktivem Portfoliomanagement wird versucht, ein Portfolio so zusammenzustellen, dass eine bessere Performance als ein adäquater Vergleichsmassstab (Benchmarkportfolio) erzielt wird. Die Anlagestrategie basiert dabei in der Regel auf einer Analyse und Prognose der Wertpapierkurse (Aktien- und Rentenwerte) und der Wertpapiermarktentwicklung.


Am Geld

Am Geld bedeutet, dass der Ausübungspreis des Optionsscheines dem Kurs des Basiswertes entspricht.

Der Optionsschein kann sich auch im Geld oder aus dem Geld befinden.

Der Ausübungspreis des Optionsscheines liegt unter (Call) bzw. über dem aktuellen Kurs des Basiswertes (Put).

Der Ausübungspreis des Optionsscheines liegt im Falle eines Calls über, beim Put unter dem Kurs des Basiswertes.


Amerikanische Option

Eine Option die jederzeit während der Laufzeit ausgeübt werden kann, z.B. bei einem gekauften Call oder verkauften Put kann der Käufer zu jeder Zeit vor dem Ablauf der Option, sein Recht ausüben.


Amortisation

Amortisation (Abzahlung) bedeutet gesellschaftsrechtlich die ratenweise Herabsetzung oder Rückzahlung des Grund- oder Stammkapitals bei Kapitalgesellschaften, sowie Goodwill oder andere intagible Assets. Im Finanzwesen bedeutet Amortisation das langfristige Rückzahlen einer Geldschuld (z.B. Anleihen, Hypotheken) nach einem festgelegten Tilgungsplan.

Der Wert das Anlagevermögens wird langfristig über Abschreibungen (depreciation) herabgesetzt. Die Amortisation und die Abschreibung werden als Kosten von dem Ertag der Gesellschaft abgezogen um den Gewinn zu berechnen.


Analyst

Fachmann/-frau, der/die unter Zuhilfenahme der technischen Wertpapieranalyse und/oder der Fundamentalanalyse die gegenwärtige Situation, aber auch die Perspektiven einer Aktiengesellschaft untersucht und daraus die mögliche Kursentwicklung abzuleiten versucht.


Anfangssmarge

Für gewisse finanzielle Transaktionen muss ein Depot als Garantie geleistet werden im Falle der Markt sich in die gegensätzliche Richtung entwickelt.

Anforderungen an das Betriebskapital

Ein Unternehmen muss den Zeitunterschied zwischen den Einnahmen und Ausgaben sorgfältig überwachen. Es braucht Betriebskapital um die täglichen Geschäfte abwickeln zu können. Neben der langfristigen Finanzierung braucht das Unternehmen eine flexible kurzfristige Finanzierung um die Lieferanten und andere Ausgaben bezahlen zu können. Die kurzfristige Finanzierung geschieht über Kontokorrentkonten und Geldmarkttransaktionen.

Anlage in Wachstumswerte

Ein Wachstumswert bezeichnet ein Unternehmen, das sich durch stabiles überdurchschnittliches Ertragswachstum ausgezeichnet hat.

Dies ist einer meist verwendeten Investitionskriterien bei der Aktienanalyse. Der Aktionärswert oder „Shareholder Value“ wird durch den Gewinnwachstum der Gesellschaft definiert. Der Nettogewinn gehört dem Aktionär und wird in Form von einer Dividende ausbezahlt oder auch wieder in die Gesellschaft investiert, wenn genügende Expansionspläne vorhanden sind. Wenn die Gesellschaft zeigt, dass sich die Wachstumsrate beschleunigt, werden Investoren dessen Aktie kaufen und somit wird sich die Marktkapitalisierung der Gesellschaft erhöhen und die zukünftige Profitabilität wiederspiegeln.

Der Markt tendiert dazu die Preise von ausgewiesenen Wachstumswerten hochzutreiben. Wachstumsinvestoren verhalten sich mit dem Trend und kaufen Gesellschaften welche schon eine gute Performance haben nach dem Motto „Erfolg führt zu weiterem Erfolge“. Es ist eine Herausforderung, Gesellschaften zu finden, welche sich besser als der Markt entwickeln werden.

Die Substanzwertmethode ist der gegenteilige Ansatz zu der Wachstumswertphilosophie. Der Investor sucht nach unterbewerteten Gesellschaften, er versucht ein „Schnäppchen“ zu machen.

Der Investor von Wachstumswerten glaubt nicht an die Methode des „Contrarian“ (gegen den Trend investieren). Gemäss seiner Philosophie riskieren billige Aktien auch weiterhin billig zu bleiben.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen umfasst alle Aktiva einer Unternehmensbilanz wie z.B. die Kassa, Immobilien, Mobiliar und unsichtbare Vermögensteile wie Patente, Markennamen und Goodwill. Diese sind schwierig objektiv zu bewerten.

Vermögensteile, welche bewertet werden können, sind z.B. Landreserven, Bauten, Fabriken und Installationen oder Beteiligungen an anderen Firmen.

Anleihe mit variablem Zinssatz

Anleihe mit variablem Zinssatz mit zumeist langfristiger Laufzeit, deren Verzinsung periodisch (zum Beispiel monat- oder dreimonatlich) der Entwicklung eines Referenzzinssatzes (zum Beispiel dem LIBOR) angepasst wird.

Aufgrund der häufigen Zinsanpassungen unterliegen Anleihe mit variablem Zinssatz nahezu keinen Kursschwankungen. (siehe auch LIBOR, FIBOR).

Annualisierte Rendite

Eine Mehrjahresrendite zu berechnen.

Die durchschnittliche Rendite oder annualisierte Rendite wird berechnet indem jede Jahresrendite zusammengezählt wird und die Gesamtrendite durch die Anzahl Jahre dividiert wird.


Annuität

Eine Annuität ist ein regelmässiges Einkommen aus angelegtem Kapital oder Beträgen, die aufgrund von Rechtsansprüchen gezahlt werden. Annuitäten werden nicht in einer Summe, sondern nach und nach in mehreren gleichbleibenden Jahresraten zurückgezahlt.


Antizyklische Aktien

Verschiedene Geschäftsaktivitäten werden in Kategorien eingeteilt um zu verstehen, wie die sich die Aktien, je nach Wirtschaftswachstum und Rezession, entwickeln werden.

Antizyklische Aktien (defensive Aktien) haben eine bessere Wertsteigerung als der Gesamtmarkt in einer Rezession und eine Schlechtere bei starkem Wirtschaftswachstum. Die antizyklischen Aktien sind eine gute Beimischung in einem diversifizierten Portfolio, aber es ist schwierig eine ganze Branche zu finden, welche sich antizyklisch verhält.


Arbitrage

Erkennen und Ausnutzen von Preistungleichheiten/-ungleichgewichten bei Wertpapieren, Optionsscheinen bzw. Optionen und Futures. Das Ausnutzen von temporären Preisdifferenzen gleicher oder eng verwandter Wertpapiere an unterschiedlichen Börsenplätzen und/oder zu unterschiedlichen Zeiten. Dies geschieht durch den gleichzeitigen Kauf des Wertpapiers zu dem niedrigeren Preis und Verkauf zu dem höheren Preis, so dass ein risikoloser Gewinn resultiert. Arbitrage führt zu Angleichung von Preisen. Vollkommen effiziente Märkte sind arbitragefrei, d.h. sie bieten keine Möglichkeit der Arbitrage.


Asset (Aktivposten)

Jede Sache mit einem wirtschaftlichen Wert welche von einer Privatperson oder Organisation im Besitz und welche in Cash umgetauscht werden kann.

Innerhalb eines Portfolios wie zum Beispiel Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien werden als Sachwerte bezeichnet.


Asset Allocation (Vermögensaufteilung)

Asset Allocation bezeichnet die Aufteilung eines Anlagevermögens auf verschiedene Veremögensgattungen bzw. –sektoren. Als Vermögensgattungen lassen sich Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien, usw. unterscheiden. Als Sektoren können beispielsweise bei Aktien die verschiedenen Branchen genannt werden. Die Auswahl des einzelnen Titels innerhalb einer Vermögensklasse bzw. eines Sektors wird normalerweise nicht zum Asset Allocation-Prozess hinszugerechnet.


Asset Stripping (Verkauf Aktiva)

Der englische Ausdruck bezeichnet die Vorgehensweise, wenn bei der Uebernahme einer Gesellschaft Teile dieser Gesellschaft mit veräussert werden.


Aufgelaufene Zinsen

Seit der letzten Zinszahlung (z.B. bei einer Obligation) aufgelaufene Zinsen. Der Preis der Obligation wird ohne aufgelaufene Zinsen quotiert. Der Käufer der Obligation muss aber die aufgelaufenen Zinsen pro rata temporis bezahlen.


Aus dem Geld

Der Ausübungspreis des Optionsscheines liegt im Falle eines Calls über, beim Put unter dem Kurs des Basiswertes.

B


Bank of England

Die Bank of England ist die Zentralbank oder Notenbank von Grossbritanien. Die Notenbank ist verantwortlich Geld und Staatsanleihen (Gilts) auszugeben. Sie setzt die Zinspolitik fest. 1997 autorisierte die Regierung die Bank of England die Geldpolitik festzulegen. Zu diesem Zweck trifft sich ein Komitee (the Monetary Policy Committee) monatlich.


Bankers’ Acceptance

Die "Bankers' Acceptance" ist ein Mittel um den Handel zu finanzieren und die Zahlung oder Transaktion eines bestimmten Geschäftes zu garantieren.

Der Wert der zugrundeliegenden Ware oder des Basisgeschäftes wird im Betrag des Zahlungsversprechens wiedergegeben. Diese Zahlungsversprechen definiert den Zeitpunkt wann die Gegenpartei für die Ware oder die Dienstleistung zahlen wird.

Eine Garantie wird eine "Bankers' Acceptance" sobald die Bank die Zahlung des Schuldners garantiert, obwohl der Schuldner seiner Verpflichtung nicht nachkommt.

Eine "Bankers' Acceptance" ist ein sicheres Handelspapier, da mindestens eine Bank die Zahlung garantiert und auch ein effektives Geschäft zugrunde liegt.

Weil die "Bankers' Acceptance" so sicher ist, ist die Rendite eher tief und passt sich dem Bankdepotsatz an.

Der Zinssatz ist auch abhängig von der Bonität der ausstellenden Bank.


Bar Chart

Die technische Analyse baut auf dem Bar Chart (Strichdiagramm) auf. Auf der X-Achse wird die Zeit gemessen und auf der Y-Achse der Preis. Die zeitlich einzelnen Messpunkte werden mit einem Strich dargestellt. Auf diesem Strich wird der Tageshöchstpreis, der Tiefstpreis, den Eröffnungs- und Schlusspreis vermerkt. Der Strich zeigt den Höchst- resp. Tiefstpreis an und ein Punkt auf der rechtren Seite bedeutet den Schlusspreis und ein Punkt auf der linken Seite bedeutet der Eröffnungspreis.


Barausgleich

Der Basiswert wird nicht effektiv an den Wertpapierinhaber geliefert, sondern er erhält die Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem massgeblichen Kurs für das Basisinstrument. Der Barausgleich ist für den Wertpapierinhaber wesentlich bequemer als die effektive Lieferung, da er nicht den Kaufpreis für die vereinbarte Menge des Basiswertes zu entrichten braucht.


Basis Punkt

Ein Basispunkt repräsentiert 1/100 von 1%. 50 Basispunkte gleich 0,5%, 25 Basispunkte gleich 0.25% usw.

Der Begriff Basispunkt wird üblicherweise angewendet um kleine Abweichungen einer Rendite zu bezeichnen. Es ist z.B. einfacher zu sagen, dass eine Obligation 10 Basispunkte mehr rendiert als ein 1/10 eines Prozentes.

Auch bei Zinssätzen wird dieser Begriff verwendet. Ein Zinssatz von 5% ist 50 Basispunkte höher als ein Zinssatz von 4,5%.


Benjamin Graham

Benjamin Graham ist einer der ersten Investoren welcher nach einem systematischen Ansatz die Aktien ausgewählt hat. Graham hat grossen Wert darauf gelegt, die Gesellschaft zuerst nach ihrem finanziellen Wert zu beurteilen bevor der Aktienkurs in Betracht gezogen wurde, d.h. die Investoren sollten nach dem fundamentalen Wert einer Aktie Ausschau halten, welcher noch nicht im Aktienpreis enthalten ist. Für Graham war die vorsichtige Auswahl der Titel unter einem langfristigen Zeithorizont und einer Haltestrategie wichtig. Er hat diese Lektion während der spekulativen 1920 gelernt. Für Graham liegt der Erfolg des Investierens in der Aktienauswahl indem man die Gesellschaften herausfiltert, welche besser als der Markt sein werden. Ueber einen längeren Zeitraum werden die fundamentalen Daten auch den Markt überzeugen und somit den Aktienpreis in die Höhe treiben.

Graham benützte einen Top-Down Ansatz, fokussierte sich auf eine quantitative Auswahlmethode und stellte sich auf diese Weise sein Portfolio zusammen. Die analysierten Zahlen mussten gewisse Kriterien erfüllen.


Beta

Der Beta-Faktor gibt die prozentuale Veränderung eines Wertpapiers oder eines Portfolios in Bezug auf das ein Marktportfolio, also auf Realisationen des systematischen Risikos, an.

Ein "Beta" von 1,2 bedeutet beispielsweise, dass das betrachtete Wertpapier um 1,2 % steigt, wenn der Marktindex um 1% steigt. Mathematisch ist der Beta-Faktor der Wert aus der Kovarianz des Wertpapiers mit dem Marktportfolio dividiert durch die Varianz des Marktportfolios. Da die Beta-Faktoren in der Regel mit Hilfe vergangener Daten ermittelt werden, kann die tatsächliche relative Veränderung des Wertpapiers zum Marktportfolio vom berechneten historischen Beta-Faktor abweichen.


Betriebsgewinn

Der Betriebsgewinn zeigt wie die Ertragskraft eines Unternehmens aus dem operativen Betrieb ist. Der Betriebsgewinn resultiert vor Abzug der Finanzkosten und Einkommenssteuern und berechnet sich vom Umsatz abzüglich der Verkaufskosten und allgemeine Unkosten. Der Betriebsgewinn oder neuenglisch EBIT (earnings before interest and taxes) misst die finanzielle Performance von Gesellschaften mit einem hohen Verschuldungsgrad.

Big Bang

Die erste grosse Umwälzung am Aktienmarkt im Oktober 1986. Die Zweiteilung zwischen Ringhändlern, welche Wertschriften auf eigene Rechnung gehandelt haben, und Maklern, welche nur als Agenten handelten, wurde aufgelöst. Danach konnten Makler Wertschriften auf eigene Rechnung handeln und manche waren gescheit genug, dies während dem Crash 1987 zu tun. Danach folgte 1996 die Einführung von CREST und dann in 1997 der Big Bang ll.


Bilanz

Die Bilanz ist eine gegliederte Gegenüberstellung aller am Bilanzstichtag in einem Unternehmen eingesetzten Werte nach ihrer Herkunft (Passiva) und ihrer Verwendung (Aktiva). Die Posten auf der Aktivseite geben Auskunft über das Vermögen, unterteilt nach Anlage- und Umlaufvermögen, die auf der Passivseite über das Kapital, unterteilt nach Eigen- und Fremdkapital.


Black Scholes Modell

Eines der bekanntesten mathematischen Rechenmodelle zur Ermittlung des Optionsscheinpreises, entwickelt von Fischer Black und Myron Scholes in 1973. Das Modell benützt die Volatilität des Basiswertes, den Zinssatz, Zeithorizont bis Verfall der Option, Ausübungspreis der Option und Preis des Basiswertes zur Berechnung des theoretischen Preises – ebenfalls genannt die Prämie.


Block Händler

Ein Makler welcher sich auf die Vermittlung von grossen Blöcken von Wertpapieren spezialisiert.


Blue Chip Aktien

Angelsächsischer Begriff für Aktien substanz- und ertragsstarker Unternehmen mit einer besonders hohen Börsenkapitalisierung und einem dementsprechenden Marktgewicht.


Bollinger Band

Das Bollinger Band wird in der technischen Analyse benutzt um die Standardabweichung des gleitenden Durchschnitts (moving average) eines Preises auf einer Graphik aufzuzeigen. Sie definieren die Support und/oder Resistenzpunkte eines Preise unter oder oberhalb eines bestimmten Niveaus. Das Band verbreitert sich oder verengt sich gemäss der unterliegenden Volatilität des Durchschnitts. Das Band verengt sich wenn die Periode von tieferer Volatilität anhält. Je näher die Linie kommt, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis aus dem etablierten Preisband ausbricht.

Die Preisbewegungen werden als übertrieben bewertet sofern sie das Band berühren: überkauft wenn das obere Band berührt wird und überverkauft wenn das untere Band berührt wird.


Briefkurs

Der Börsenmakler offeriert Wertschriften mit einer sogenannten Geld-/Briefkurs Spanne (bid-offer price).

Zum Geldkurs kauft der Marketmaker eine Aktie und zum Briefkurs verkauft er sie dem Kunden

Broker

Berufsbezeichnung für einen unabhängigen Makler, die an den Börsen Kundenaufträge gegen Entgelt (Kommission) durchführen. Der Makler sucht für den Kunden den vorteilhaftesten Preis, Gegenparteien und unterbereitet neue Anlageideen, welche oft durch ein eigenes Research Team erarbeitet wurden.

Es gibt drei Arten von Brokern: der nur Ausführende, der Beratende und der Vermögensverwalter.

Wenn man nur Aktien kaufen und verkaufen will und selber genug Fachwissen besitzt, die Auswahl der Wertpapiere zu tätigen, wendet man sich am besten an den ausführenden Makler. Die meisten Makler fallen in diese Kategorie.

Ein beratender Service kostet mehr als nur ein Ausführender und der Kunde erhält Anlageideen und Empfehlungen.

Am anderen Ende des Spektrums befindet sich der Makler mit vollständiger Verwaltungsvollmacht. In diesem Fall entscheidet der Makler selbständig und ohne den Kunden zu befragen, die Anlageentscheide.


Bruttoinlandprodukt (BIP)

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist definiert als der Geldwert aller volkswirtschaftlichen Endprodukte (Waren und Dienstleistungen), die in einem Land in einem Zeitraum (zum Beispiel einem Jahr) hergestellt worden sind.

Das Bruttoinlandprodukt entsteht durch die Leistungen der verschiedenen Wirtschaftsbranchen und teilt sich auf der Verwendungsseite auf die Teilaggregate privater Konsum, Staatskonsum, private und staatliche Investitionen sowie Aussenbeitrag (=Exporte - Importe) auf. Es dient als Messgrösse für die wirtschaftliche Gesamtleistung eines Landes. Das Wort "Brutto" bedeutet, dass keine Kosten für den Ersatz von Kapitalgütern abgezogen worden sind.

Das ebenfalls als Kenngrösse für die gesamtwirtschaftliche Leistung häufig herangezogene Bruttosozialprodukt (SP) ist dem Bruttoinlandsprodukt sehr ähnlich, erfasst jedoch nicht das Inlandsprodukt sondern das Inländerprodukt, d.h. die Einkommen der Inländer welche von Investitionen im Ausland geschaffen wurden. Dies unterscheidet auch das Bruttoinlandprodukt (BIP) vom Bruttonationalprodukt (BNP).


Bruttonationalprodukt (BNP)

Das Bruttonationalprodukt misst den Wert aller volkswirtschaftlichen Endprodukte (Waren und Dienstleistungen), die in einem Land von allen inländischen und ausländischen Bewohnern in einem Zeitraum (zum Beispiel einem Jahr) hergestellt worden sind.

Das BNP unterscheidet sich Bruttoinlandprodukt (BIP) indem BIP die Einkommen aus dem Ausland nicht berücksichtigt, es misst nur die Dienstleistungen und Waren produziert im Inland.

Die vorliegende Definition des BNP wird auch als "nominelles BNP" bezeichnet, weil die Inflation nicht berücksichtigt wird. Das "reale BNP" entspricht dem, um die Inflationsrate berichtigten nominellen BNP.

Buchwert

Der Buchwert ist die Differenz zwischen den Aktiven und Passiven einer Gesellschaft, ausgedrückt auf der Basis einer Aktie.

Der Buchwert ist der Wert welcher übrig bleib für die Aktionäre, wenn die Gesellschaft verkauft würde und alle Schulden zurückbezahlt werden. Es werden sämtliche Investitionen seit Gründung und alle zurückbehaltenen Gewinne berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt indem man alle Passiven von den Aktiven abzieht und das Resultat durch die Anzahl der ausstehenden Aktien dividiert.


Buffet

Warren Buffet ist als einer der erfolgreichsten Aktieninvestoren weltweit bekannt. Er hat 1954 $100 investiert und besitzt heute ein Vermögen von ca. $ 20 Mia. Während seiner Arbeit für Ben Graham lernte er die Märkte kennen. Wirklich erfolgreich wurde er mit seiner Beteiligungsgesellschaft, Berkshire Hathaway. Er hat während der Baisseperiode 1973-1974 gross investiert. Die Strategie des Andersdenkenden (Contrarian) hat sich ausgezahlt als sich der Markt erholte.

Wenn Buffet kauft, behält er die Wertschriften. Seine bevorzugte Halteperiode ist für ewig, sagt er. Er investiert nur in Gesellschaften die er kennt und versteht. Er zieht es vor ein ein paar wenige Sektoren wie der Finanz- und Konsumsektor zu investieren. Er glaubt nicht die Diversifikation in einem Portfolio. Er ist fest davon überzeugt, nur in Aktien zu investieren, sämtliche Dividenden zu reinvestieren und die Aktien auch in Baisseperioden zu halten. Der Schlüssel zu Buffets Prinzip ist die Performance des Marktes zu ignorieren und sich ganz auf die Gesellschaft zu konzentrieren. Langfristig ....


Bulle

Investoren haben unterschiedliche strategische Ziele. Die unterschiedliche Markterwartung ist entweder bullish, bearish oder unentschieden. Der Kampf zwischen diesen Erwartungen entscheidet über die kommende Preisbewegung.

Bulle: Der Bulle attackiert mit hocherhobenen Hörnern. Er erwartet steigende Preise und sie versuchen durch das kurzfristige Aufnehmen von Cash und durch Kaufaufträge diesen steigenden Trend zu verstärken. Der Bulle bietet den Markt nach oben. Wenn der Markt über eine längere Zeit steigt, nennt man ihn einen Bull Market oder eine Hausse.

Bären: Der Bär attackiert mit den Tatzen nach unten. Er erwartet sinkende Preise und wird alles daran setzen zu verkaufen und sein Cash im Geldmarkt zu platzieren. Der Bär drückt den Markt nach unten. Wenn der Markt über eine längere Zeit fällt, nennt man ihn einen Baer Market oder ein Baisse.

Der Unentschiedene wartet bis er sich für den Bullen oder Bären entscheidet.


Bär

Investoren haben unterschiedliche strategische Ziele. Die unterschiedliche Markterwartung ist entweder bullish, bearish oder unentschieden. Der Kampf zwischen diesen Erwartungen entscheidet über die kommende Preisbewegung.

Bulle: Der Bulle attackiert mit hocherhobenen Hörnern. Er erwartet steigende Preise und sie versuchen durch das kurzfristige Aufnehmen von Cash und durch Kaufaufträge diesen steigenden Trend zu verstärken. Der Bulle bietet den Markt nach oben. Wenn der Markt über eine längere Zeit steigt, nennt man ihn einen Bull Market oder eine Hausse.

Bären: Der Bär attackiert mit den Tatzen nach unten. Er erwartet sinkende Preise und wird alles daran setzen zu verkaufen und sein Cash im Geldmarkt zu platzieren. Der Bär drückt den Markt nach unten. Wenn der Markt über eine längere Zeit fällt, nennt man ihn einen Baer Market oder ein Baisse.

Der Unentschiedene wartet bis er sich für den Bullen oder Bären entscheidet.


C


CAC 40

Der CAC 40 Aktienindex ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index, der aufgrund der Aktien von 40 verschiedenen Unternehmen, deren Aktien etwa 50 % der Börsenkapitalisierung aller an der Côte Officielle der Pariser Börse geführten französischen Aktien ausmachen, errechnet wird. Anpassungen der Zusammensetzung und Gewichtung lassen den Indexwert unverändert.


CREST

Ist ein elektronisches Handelssystem in England bei welchem alle kotierten Aktien auf Basis des Computers registriert sind. Dies bedeutet, dass für Aktionäre keine Zertifikate mehr ausgestellt werden und Käufer und Verkäufe sofort ohne Dokumente ausgeführt werden. Ueberdies bedeutet dies, dass das Aktienregister konstant aufdatiert wird.


Certificates of Deposit (CD)

"Certificates of Deposit (CD)" sind garantierte Festgeldanlagen bei Banken.

"Certificates of Deposit (CD)" werden von verschiedenen Banken offeriert und sind durch andere Aktiva's sichergestellt. Die Kreditwürdigkeit einer Bank ist durch eine unabhängige Ratingagentur wie Moodys und Standard und Poors sichergestellt.


Charts

Grafiken, die vergangene Kursverläufe und Umsatzentwicklungen von Wertpapieren abbilden oder aus diesen abgeleitet werden. Charts werden bei der technischen Analyse zur Beurteilung gegenwärtiger und zur Prognose zukünftiger Wertpapierkuse herangezogen.


Churning

Churning ist ein angelsächsischer Begriff welcher für das schnelle Kaufen und Verkaufen von Aktien verwendet wird.

Weil die beratenden Broker auf Kommissionsbasis der getätigtren Transaktionen entschädigt werden, ist die Versuchung gross, innerhalb eines Vermögensverwaltungsauftrages, zu viele Transaktionen zu generieren.


Clearing House

Das "Clearing House" ist eine Abrechnungsstelle. Sie betreibt meistens ein automatisiertes System um mit sämtlichen Teilnehmern am Ende eines Handelstages die getätigten Geschäfte abzurechnen und sicherzustellen, dass alle Teilnehmer die Lieferungen und Zahlungen ausführen.


Closed End Funds

Closed End Funds werden auch Investment Trusts oder Beteiligungsgesellschaften genannt.

Die Aktien dieser Beteiligungsgesellschaften werden wie normale Aktien gehandelt. Das Beteiligungsportfolio wird durch eine fixierte Anzahl der Aktien geteilt und kann nur durch eine Kapitalerhöhung verändert werden. Investoren können sich am Portfolio beteiligen indem sie die Aktien am Sekundärmarkt kaufen.

Eine klassische Fondsgesellschaft wird neue Fondsanteile ausgeben sobald ein neuer Investor sich an dem Portfolio beteiligen will.


Commodities

Sammelbegriff für börsenmässig gehandelte Rohstoffe. Diese Rohstoffe werden an speziellen Warenmärkten gehandelt. Es gibt weiche und harte Rohwaren. Zu den weichen Rohwaren gehören Kakao, Kaffee, Tee, Sisal, Zucker, Soya, Korn und Schweinebäuche. Zu den Harten rechnet man Kupfer, Zinn, Aluminium etc. Rohstoffe werden im Kassakurs gehandelt mit unverzüglichen Lieferung und auf dem Terminmarkt für eine spätere Lieferung.


Contrarian

Ein "Contrarian" ist ein Investor welcher eine, dem allgemeinen Trend entgegensetzte, Meinung vertritt.

Gemäss der Meinung eines "Contrarian" wird die allgemeine Erwartung des Marktes oder der anderen Investoren nicht eintreffen. Wenn alle Investoren der Meinung sind, dass der Markt nach oben tendieren wird, wird dies nicht eintreffen, da diese Investoren voll investiert sind und somit keine Liquidität mehr haben, zuzukaufen. Dies bedeutet, dass sich der Markt in einem Hoch befindet. Wenn die Investoren eine Baisse oder ein Tief erwarten, bedeutet dies, dass sie schon verkauft haben und der Markt nur noch zulegen kann.

Der Stil des "Contrarian" oder des sich entgegengesetzten Verhaltens hat viel Aehnlichkeit mit der Theorie des "Value" Investings (Substanzanalyse). Der Unterschied ist dass die Aktie nicht nur relativ billig ist, sondern sie wird von den anderen Investoren gemieden. Dies bedeutet eine höheres Risiko aber mit einem grösseren Gewinnpotential.


Coupon

Zins- bzw. Dividendenabschnitt einer Anleihe bzw. einer Aktie. Bei einer Anleihe erhält der Investor eine periodische Auszahlung während der ganzen Laufzeit der Anleihe. Sofern der Zinssatz fixiert ist, erhält der Investor periodisch einen fixen Betrag bis Ende der Laufzeit.


Cum-Dividende

Wenn beim Aktienkauf das Recht auf Dividende eingeschlossen ist. Bei der Dividendenankündigung wird das Aktienregister auf ein bestimmtes Datum geschlossen, damit alle registrierten Aktionäre die Dividende beziehen können. Die Aktien werden als Cum-Dividende entweder ab diesem Schlussdatum, bei der Dividendenankündigung oder 3 Wochen davor gehandelt. Das Datum andem das Aktienregister geschlossen wird, heisst Ex Datum und die Aktie wird danach als Ex-Dividende gehandelt.

Jedermann der eine Aktie Cum-Dividende kauft, wird die Dividende erhalten, während der Investor die Aktie Ex-Dividende kauft, diese nicht erhält.


D


Defensive Aktien

Verschiedene Geschäftsaktivitäten werden in Kategorien eingeteilt um zu verstehen, wie die sich die Aktien, je nach Wirtschaftswachstum und Rezession, entwickeln werden.

Defensive Aktien reagieren weniger stark als der Gesamtmarkt auf eine Rezession als zyklische Aktien.

Sie werden aber auch weniger steigen als der Markt bei wirtschaftlichem Wachstum.

Delta

Das Delta gibt an, um welchen Wert sich der Wert eines Optionsscheines verändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes um eine Einheit verändert und alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben. Für Calls kann das Delta einen Wert zwischen 0 und 1 haben, bei Puts liegt das Delta zwischen 0 und –1. Das negative Vorzeichen resultiert daher, dass der Wert eines Put-Optionsscheines bei einem Anstieg des Preises für den Basiswert sinken muss. In Prozent ausgedrückt spiegelt das Delta die erwartete Wahrscheinlichkeit wider, dass der Optionsschein am Verfallsdatum über einen inneren Wert verfügen wird. Es liegt dann zwischen 0% und 100%.

Der Euromarkt

Als Euromarkt wird der internationale Kapitalmarkt bezeichnet. Der Kapitalmarkt entwickelte sich aus den einzelnen länderspezifischen Märkten, welche nach verschiedenen Regeln handeln. Diese länderspezifischen Märkte haben gewisse Gleichheiten bei den Spezifikationen und Handelsregeln.

Der internationale Kapitalmarkt hat sich während den letzten 30 Jahren unabhängig von den länderspezifischen Märkten entwickelt. Die Treibfeder bei dieser Entwicklung waren die grosszügigeren Regeln und steuerlichen Aspekte im Vergleich zu den länderspezifischen Märkten.

Diese steuerlichen und regulatorischen Vorteile haben die rasche Entwicklung des Euromarktet gefördert. Der Euromarkt wurde ein wichtiger Konkurrent zu den grossen Kapitalmärkten bei der Suche nach Investitionen wie USA und Japan. Innovative Banken und Broker experimentierten mit neuen Kapitalmarktprodukten.

Für folgende Dienstleistungen gibt es einen Euromarkt:

  • Eurobonds
  • Eurogeldmarkt
  • Euro Interbankenmarkt
  • Eurowährungen

Bei den Aktien ist es der internationale Aktienmarkt.


Der Interbankenmarkt

Am Interbankenmarkt verwalten die Banken ihre täglichen Liquiditätsüberschüsse oder –Engpässe aus und offerieren dafür eine adäquate Rendite.

Die Refinanzierung von Investitionen erfolgt bei den Banken hauptsächlich durch Call- und Festgelder sowie Kassenobligationen.

Der Name Callgeld rührt daher, dass der Kunde jederzeit innerhalb von 24 Stunden über die Gelder verfügen kann. Sollte die Bank längerfristige Darlehen vergeben und sich sehr kurzfristig finanzieren, trägt sie ein Liquiditätsrisiko.

Ueberschüssige Liquidität kann ebenfalls am Interbankenmarkt angelegt werden.

Die am Interbankenmarkt bezahlten Zinsen zeigen wie gross das Angebot und die Nachfrage aller Geldmärkte für Finanzierungen und Investitionen in Anleihen oder selber Kapital kurzfristig anlegen will.


Der Sekundärmarkt

Der Sekundärmarkt ist der Zirkulationsmarkt, auf dem bereits umlaufende Wertpapiere gehandelt werden. Wertpapierbörsen sind grundsätzlich Sekundärmärkte.

Der weisse Ritter

Der weisse Ritter hilft bei unfreundlichen Uebernahmeversuchen eines Unternehmens den Feind abzuwehren indem er das Unternehmen übernimmt oder vor der feindlichen Uebernahme schützt.

Derivate

Bezeichnung für Finanzinstrumente, die z.B. von Aktien abgeleitet sind, z.B. Optionen und Futures.

Devisenhandel

Der globale Devisenhandel (foreign exchange = FX) ist der grösste Handelsplatz der Welt. Im Durchschnitt werden täglich mehr als $ 1 Trillion umgesetzt. Davon basieren nur etwa 15 % auf reale grenzüberschreitenden Transaktionen mit Gütern und Dienstleistungen. Ca. 85 % sind aus Kapitalmarkttransaktionen von Banken und deren synthetischen Finanzprodukten sowie der Spekulation abzuleiten.

Jeder souveräne Staat verwaltet seine eigene Währung durch die Zentralbank mit Ausnahme der Eurozone. Die neue Währung der Euro besteht zur Zeit aus 11 Mitgliedstaaten. Eine politisch unabhängige Europäische Zentralbank verwaltet zurzeit die transnationale Währung, den Euro.

Der Euro als Währung soll nicht mit Euromarktgeldern verwechselt werden.

Diversifikation

Im Bereich der Kapitalanlage bezeichnet Diversifikation die Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlagegattungen bzw. -werte. Die Grundidee der Diversifikation lässt sich mit der Bauernregel "Lege nicht alle Eier in einen Korb" umschreiben. Ziel der Diversifikation ist dabei eine Portfoliozusammenstellung, bei der sich die Risiken der einzelnen Vermögensgegenstände so kompensieren, dass das unsystematische Risiko eliminiert wird.

Dividende

Die Dividende stellt den Gewinnanteil dar, der pro Aktie in Deutschland in der Regel einmal jährlich ausgeschüttet wird. Die Dividendenausschüttung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Dividende wird wie folgt berechnet: Gewinn der Aktiengesellschaft / Anzahl der Aktien.

Die Dividende ist der Gewinn, der anteilig für eine Aktie von der Aktiengesellschaft ausgeschüttet wird. Die Dividende entspricht nicht dem Gesamtgewinn einer AG, da der Ausschüttungsbetrag vor der Auszahlung durch Rückstellungen o.ä. reduziert wird. Über die Dividendenhöhe und ihre Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung des Unternehmens. Während in England und den USA die Dividende auch quartalsweise ausgezahlt wird, wird sie in Deutschland jährlich Delta.


Dividenden Pay-Out Ratio

Die ausbezahlte Dividende repräsentiert ein Bruchteil des Gewinnes.


Dividenden Rendite

Die Dividenden Rendite wird berechnet indem man die letztbezahlte Dividende der Gesellschaft durch den aktuellen Aktienkurs teilt. Die Dividenden Rendite zeigt dem Anleger wie gross das Einkommen seiner Anlage ist.

Dividendendeckung

Die Dividendendeckung entspricht dem verfügbaren Gewinn einer Gesellschaft durch den die zu bezahlende Dividende geteilt wird. Diese Kennzahl sagt aus, wie viel freier Cash Flow einer Gesellschaft zur Verfügung steht und ob die zu zahlende Dividende sichergestellt ist. Eine 2 gilt als komfortabel, hingegen weniger als 1 und 0.5 als riskant.

Dow Theorie

Charles Dow ist der Begründer der technischen Analyse um das 19. Jahrhundert. Die Dow Theorie beinhaltet 6 Annahmen: 1. Der Durchschnitt diskontiert alles. 2. Der Markt besteht aus 3 Trends (Primär, Sekundär, Nebentrend). 3. Der primäre Trend besteht meistens aus 3 Phasen. 4. Die Durchschnitte müssen sich bestätigen. 5. Das Volumen muss den Trend bestätigen. 6. Ein Trend bleibt intakt bis ein definitives Umkehrsignal gegeben wird.

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Effiziente Kapitalstruktur

Der akzeptable Fremdfinanzierungsgrad variiert je nach Branche. Je nach Geschäftsrisiko kann eine höhere Belehnung toleriert werden. Im Allgemeinen werden Aktien nicht zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit herausgegeben, sondern das Darlehen wird am Kapitalmarkt besorgt. Um kreditwürdig zu bleiben muss sich der Verschuldungsgrad innerhalb eines gewissen Niveaus bewegen.

Eine gewisse Höhe von Eigenkapital ist notwendig um das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit zu vermindern und einen genug guten Kreditstatus zu erlangen um weitere Kreditgeber zu gewinnen.

Die Vorteile der steuerlich relevanten Abzüge im Verhältnis zum erhöhten finanziellen Risiko werden den Fremdfinanzierungsgrad bestimmen.

Eigenkapital

Es gibt zwei Arten ein Unternehmen zu finanzieren. Das Unternehmen kann sich verschulden und/oder es kann Aktien emittieren. In der Bilanz sind Schulden unter dem Fremdkapital ersichtlich und Aktien repräsentieren Eigenkapital.

Das Eigenkapital (Aktien) unterscheidet sich vom Fremdkapital auf zwei Arten:

  1. Der Aktionär ist der Besitzer des Unternehmens und nicht Gläubiger. Er stellt das Geld nicht nur leihweise zur Verfügung, sondern er kauft seinen Anteil am Unternehmen.
  2. Ein Geldgeber hat das Recht auf eine regelmässige Verzinsung. Der Aktionär hat keine Recht auf ein regelmässiges Einkommen, obwohl die meisten Aktien eine Dividende ausschütten.

Einlage

Ein Einlage (z.B. Spareinlagen, Tagesgelder) im Gegensatz zur Geldaufnahme, sind nicht handelbare Geldmarktinstrumente. Es wird vereinbart, eine gewisse Summe für eine bestimmte Zeit anzulegen. Bei Fälligkeit der Anlage wird der Schuldner das Darlehen zusammen mit dem vereinbarten Zins zurückzahlen.

Eine Einlage stellt für den Schuldner eine Schuld dar und für den Anleger ein Guthaben.

Einlagen und Geldaufnahmen sind die Hauptinstrumente im Interbankenmarkt, womit die Geschäftsbanken ihre tägliche Liquiditätsdispositionen gegen Erhalt einer Rendite ausgleichen.

Die Geschäftsbank arbeitet mit verschiedenen Quellen, um ihre Darlehensvergabe und Investionstätigkeitken finanzieren zu können. Tagesgelder (Call-Gelder) und kurzfristige Festgeldanlagen sind die wichtigsten Quellen. Tagelsgelder oder Call-Gelder heissen so, weil sie ohne vorgängige Kündigung durch den Investor abgerufen werden können.

Emissionsbank

Die Bank emittiert neues Aktienkapital für eine Gesellschaft. Theoretisch kann eine Gesellschaft selber Aktien emittieren und zu platzieren versuchen. In den meisten Fällen geschieht dies aber über eine Bank oder ein spezialisiertes Institut, welches auch die Platzierungskraft hat.

Erfolgsrechnung

Neben der Bilanz der wichtigste Teil der Jahresrechnung. In der Erfolgsrechnung wird der Umsatz, die Kosten und den Betriebsgewinn-/Verlust für eine bestimmte Periode aufgezeichnet.

Erstemission

Erstemission oder "Floatation" bedeutet, dass erstmals eine Aktie an einer Börse in Umlauf gebracht wird. Die verschiedenen Stadien der Erstemission beinhalten eine Einführung, eine Zwischenofferte, Platzierung oder Verkaufsofferte. Wenn eine Gesellschaft im Privatbesitz sich dem Publikum öffnet, wird sie die Aktien an einer Börse kotieren und dieser Vorgang wird als "going public" bezeichnet.

Ertrag

Unter finanziellem Ertrag versteht man das Einkommen und den Kapitalgewinn.

Die prozentuale Ertragsgrösse zeigt den Gewinn oder Verlust einer Investition über eine klar definierte Periode aus.

Euro

Der Euro hat die DM als die zweit grösste Währung der Welt abgelöst. 25 % des gesamten Devisenhandels wurden über die DM abgewickelt, wobei USD/DEM die liquideste Kombination war.

Der Euro wird den Anteil erhöhen da der FFR (französische Franken) 4 % des Handels ausmachen und 9 weitere Währungen dazugekommen sind. Der Euro wird auch den Kapital- und Aktienmarkt stimulieren um einen ähnlichen Umfang in Bezug auf die Liquidität und Tiefe wie USA zu erhalten.

Der Euro ist für Zentraleuropa eine wichtige Währung, da die Zentralbanken Währungsreserven in Euro halten. Der Dollar wird aber seine führende globale Rolle als Verrechnungswährung behalten.

Eurobonds

Eurobonds unterscheiden sich von inländischen Anleihen und Fremdwährungsanleihen indem sie nicht unter die Rechtsordnung eines bestimmten Landes fallen. Folgende Merkmale zeichnen diese aus:

  • Sie werden in irgend einer Hauptwährung emittiert
  • Sie werden ausserhalb des Landes emittiert
  • Sie können von allen Anlegern irgend eines Landes gekauft werden
  • Sie können jederzeit emittiert werden um die Marktvorteile auszunützen
  • Sie können so strukturiert werden, dass sie spezielle Anforderungen von Schuldnern oder Gläubigern erfüllen
Es sind Inhaberpapiere, sodass sie die Anonymität der Anleger garantieren

Europäische Option

Option, die nur zum Ende der Laufzeit am Verfalldatum ausgeübt werden kann.

Europäische Zone

Zur Europäischen Zone gehören elf Länder, welche am 1. Januar 1999 zum Euro (europäische Einheitswährung) konvertiert haben. Es sind die folgenden Länder:

  • Oesterreich
  • Belgien
  • Finland
  • Frankreich
  • Deutschland
  • Irland
  • Italien
  • Luxemburg
  • Holland
  • Portugal
  • Spanien

Die Einführung der europäischen Einheitswährung ist ein Teil des Prozesses eine wirtschaftliche und geldpolitische Union (EMU – European Monetary Union) zu bilden. Dieser Prozess folgt einem Zeitplan definiert in der Vereinbarung von Maastricht.

Die Etablierung einer Einheitswährung wird als Haupttreibfeder der Vereinigung der teilnehmenden Staaten in eine voll integrierte Wirtschaftsunion angesehen.

Beobachter erwarten dass dieser Prozess zwischen 15 – 20 Jahren dauern wird. Die EMU, mit der Einführung der Einheitswährung, ist nicht das Ende des Prozesses zu einer voll integrierten Wirtschaftsunion, sondern ein Hauptfaktor.

Eurowährungen

Finanzierungen und Anlagen sind nicht auf die einheimischen Märkte beschränkt. Anlagen in Euro Tages Geld bedeutet, dass das Bankensystem das Geld im Ursprungsland der Währung anlegt. Ursprünglich wurden Tagesgeldanlagen in Dollars ausserhalb der USA, nämlich in Europa, nachgefragt.

Deshalb der Name Eurodollar. Später wurden die Dollars auch im Bankensystem von Südostasien und Mittleren Osten deponiert, aber sie wurden immer noch Eurodollar genannt.

Der Markt verbreiterte sein Angebot auf weitere Währungen für Tagesgeldanlagen ausserhalb des eigenen Landes, wie z.b. Euro-Dmark, Euroyen.

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FTSE 100

FTSE 100, auch Footsie genannt, ist der wichtigste Index der britischen Aktienbörse. Der Index umfasst 100 der wichtigsten Finanz- und Industrieaktien gewichtet gemäss ihrer Marktkapitalisierung.

FTSE 250

FTSE 100 ist ein Aktienindex welcher die grössten 100 Firmen, gewichtet nach Marktkapitalisierung, der britischen Aktienbörse umfasst. Der FTSE 250 umfasst die nächsten 250 grössten Gesellschaften, gewichtet nach Marktkapitalisierung

FTSE All Share Index

FTSE All Share Indes ist der breiteste Index der britischen Aktienbörse. Der Index umfasst 900 der wichtigsten Finanz- und Industrieaktien, kotiert an der London Stock Exchange (LSE). Diese Aktien repräsentieren 95% der gesamten Marktkapitalisierung und umfassen ca. 99 % aller Transaktionen.


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